Endlich ist der Kurzfilm „Stories – Strasbourg“ online, den ich im Rahmen des European Youth Events 2018 in Straßburg gedreht habe. Der Film war definitiv keine leichte Geburt, aber ein „Proof Of Concept“ für zukünftige Filme dieser Machart. Mit diesem Blog-Artikel möchte ich erzählen, wie es überhaupt zu dem Film gekommen ist und wie er entstand.

Wie kam es zur

Dafür, dass dieser Film ursprünglich als „Spaßprojekt“ während des European Youth Events (EYE) gedacht war, hatte ich doch eine kurze aber intensive Vorproduktionsphase. Die eigentliche Idee – die Geschichten von spannenden Menschen zu erzählen – kam nur wenige Tage vor Abflug nach Straßburg.

Aus der Idee habe ich dann innerhalb von wenigen Stunden eine erste Textfassung geschrieben, die nun fast unverändert als Sprechtext im Video zu hören ist. Erst nach ein paar Revisionen vom Text habe ich mich dann daran gemacht, mir die Szenen zu überlegen, die im Film vorkommen sollen. Ich wollte keine zusätzlichen Drehtage brauchen müssen, mit der Rückreise von Straßburg musste der Dreh für mich abgeschlossen sein. Dazu aber später noch mehr.

Manche Teile des Filmes konnte ich allerdings nicht vorausplanen. Dazu zählten auch die Interviews. Manche fanden spontan statt, manche nicht – und dementsprechend musste ich dann darum herum planen. Deswegen musste ich später auch viel am Text ändern.

Damit war aber schon ein Großteil getan, ein Text, an den ich mich halten konnte und eine kleine, präzise Shotlist mit Dingen, die ich unbedingt haben wollte. Mit den Dingen ging ich in den Abreisetag.

Der

Wie gesagt: Der Dreh sollte nicht länger dauern als die Straßburgreise selbst; Das heißt, dass auch die Uhrzeit am Smartphone zu Beginn und am Ende des Videos tatsächlich um diese Uhrzeit gefilmt wurde. Einfach, damit ich mich später nicht mehr darum kümmern musste. Ich habe also um 03:45 morgens begonnen zu filmen. Die Menschen um mich herum waren dadurch entweder sehr amüsiert oder stark verwirrt. Für mich war das ein großartiger Einstieg in diese Drehtage – mit Elan und in Höchstform zu den Szenen und Terminen, bei denen es dann wirklich nur mehr eine Chance gab, die Bilder zu bekommen.

Ich wusste ziemlich genau, was ich zu Beginn des Films zeigen wollte. Bis zur Ankunft am Flughafen verlief fast alles nach Plan. Doch als wir uns dort mit der restlichen Gruppe zusammengeschlossen hatten, musste ich beginnen zu improvisieren. Welche Aufnahmen waren mit der bestehenden Gruppendynamik möglich, welche waren überhaupt am Flughafen möglich.

Die ersten Tage in Straßburg waren noch stressig. Ich wusste, welche Bilder ich ungefähr haben möchte, wusste aber aufgrund unseres Zeitplanes nicht, ob ich sie auch bekommen konnte – und machte mich deswegen durchgehend auf die Suche nach Alternativen.

Zum Glück hatte ich mich als Pressemitglied akkreditieren lassen – ich war ja nicht nur zum Spaß dort ;-) – was sehr viel geholfen hat, als das EU-Parlament, in dem die Veranstaltung stattfand, buchstäblich wegen Überfüllung geschlossen war. Und zwar nicht nur ein Mal. Der Pressezugang hat mir nicht nur viel Zeit erspart, sondern es mir auch ermöglicht, einige Bilder zu bekommen, die ich ansonsten gnadenlos verpasst hätte.

Je weiter die Veranstaltung voranschritt, desto gelassener wurde ich – die meisten Szenen waren im Kasten, es ging quasi nur noch um die Kür, also um Außenaufnahmen, Totalen und so weiter. Der Sonntag war dann fast schon gemütlich.

Die

Die Post-Produktion war ein konstantes Motivationstraining und eine gute Übung zur Problemlösung.

Die Arbeiten am finalen Film sind immer zuerst nur schleppend vorangegangen, nicht zuletzt, weil einige andere Projekte ebenso auf ihren Abschluss warteten. Nur sehr langsam – aber dafür konstant langsam – habe ich jeden Tag ein weiteres Stück des Puzzles zusammengebaut, und das war im Nachhinein betrachtet die beste Methode – denn so hatte ich mich geistig ein bisschen vom Dreh entfernt und konnte mit frischen Augen das Projekt abschließen.

Ich merkte auch recht schnell, dass mein Englisch bei weitem nicht gut genug für Voice-Overs war und ich hatte das Glück, einen English-Native-Speaker zu finden, der mich bei diesem Projekt unterstützte.

Als der Sprechtext dann unter den Sequenzen lag, ging alles viel schneller. Die Story war nicht mehr zu abstrakt, der ganze Film bekam flott Hand und Fuß.

Schlussendlich fehlten mir aber ein paar Schlüsselsequenzen, die dann ersetzt werden mussten. Beispielsweise die Szene mit der Rückkehr des Smartphones war ursprünglich überhaupt nicht geplant. Es stellte sich heraus, dass das den Film viel besser abrundete als vorher gedacht.

Zum

Erst eine Woche später habe ich den fertigen Film auf Social Media veröffentlicht. Warum? Weil ich nur die ersten beiden Tage mit dem Ergebnis zufrieden war. Danach sind mir all die kleinen technischen, ästhetischen und Story-bezogenen Fehler aufgefallen, die mich geärgert hatten.

Nach ein paar Tagen hab‘ ich mir gedacht: Natürlich bin ich nicht zufrieden, das bin ich nie … zumindest nie so wirklich. Ich möchte mich immer verbessern, immer neue Dinge probieren und immer wachsen. Und mit dem Gedanken habe ich den Film veröffentlicht und begonnen, den nächsten zu planen. Schritt für Schritt …

Bis zum nächsten Mal,

Robert

PS: Und mit dem fertigen Film und diesem Blog-Artikel ist auch die Sommerpause vorübergehend vorbei!

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