Wenn du selbständig bist, ist dir das womöglich ein Begriff: Monatsabschluss. USt-Vorschreibung. Manchmal sogar das Schreiben von Angeboten oder Rechnungen.

Nicht das, für was du dich eigentlich angemeldet hast, aber ein unabdingbarer Teil deiner Selbständigkeit. „Wähle einen Beruf, den du liebst“, haben sie gesagt. „Dann musst du keinen Tag deines Lebens mehr arbeiten“, haben sie gesagt. Hat übrigens Konfuzius gesagt. Naja.

In jedem Beruf, in jedem Unternehmen und in jeder Branche gibt es Tätigkeiten, die meist, gelinde gesagt, ungeliebt sind. Meistens betrifft’s die Buchhaltung, allerdings auch gerne Dinge wie das Sauberhalten des Büros. Das Schreiben von ewig langen Listen für Produktionen, das tagelange Diskutieren über die eine oder andere Szene. Nicht immer sind das die Wunschtätigkeiten und garantiert machen sie nicht immer Spaß. Sie sind ein notwendiger Teil der Arbeit, um zur großen Belohnung zu kommen – dem fertigen Film, beispielsweise. Aber eine wesentlich bessere – und vulgärere – Erklärung dieser Tätigkeiten, besonders für den Bereich Film, hat Rob Hardy von Filmmaker Freedom.

Die Motivation"

Jetzt stehst du aber vor einem Problem. Du liebst zwar das, was du tust, aber nicht das, was du gerade zu tun hast. Du müsstest dich beinahe dazu zwingen, die unliebsame Aufgabe, die unmittelbar vor dir steht, zu erledigen. Du musst nur genügend Motivation ansammeln, sagst du dir. Nur bis diese unplanbare, wilde Motivation kommt, kannst du nicht genügend Energie sammeln, um es tatsächlich zu machen?

Drehen wir den Spieß um. Burnie Burns, einer der Gründer von Rooster Teeth, hat einmal in einem Video gesagt, dass Motivation für ihn keine konstanten Ergebnisse liefert. Besonders, wenn gerade ein riesiger Haufen an Aufgaben ansteht, ist „Motivation“ allein keine verlässliche Begleiterin. Er schwört auf fixe Tagesabläufe, wo man sich mit etwa „Streaks“ dazu bringt, etwas regelmäßig zu tun. Seine Ausführungen kannst du dir übrigens hier ansehen. Das hat mir, als ich das zum ersten Mal gesehen habe, schon einiges zum Nachdenken gegeben. Einfach, weil dieser Ansatz nicht immer funktioniert hat.

Das Prinzip

Dann bin ich über Mark Manson gestolpert. Nicht, weil ich seinen Blog so inspirierend gefunden habe, sondern weil mich der Titel seines Buches – „The Subtle Art of Not Giving a F*ck“ – begeistert hat. Darin erklärt er, wie man den „Teufelskreis der Motivation“ umdrehen kann.

Er beschreibt den Zyklus der Motivation als „Inspiration > Motivation > Aktion“. Nachdem das ein Zyklus ist, geht das mittelfristig so weiter: „Inspiration > Motivation > Aktion > Inspiration > Motivation > Aktion“. Ist es also nur schwer, die erste Inspiration zu finden?

Nein, du kannst dir diesen Zyklus zunutze machen: Beginne einfach mit „Aktion“:

Aktion > Inspiration > Motivation

… und nenne es das „Do-Something“-Prinzip. Und es funktioniert!

Wenn du dich also nicht dazu durchringen kannst, eine deiner unliebsameren Aufgaben zu erledigen, fang‘ mit einer kleineren an, die du einfach gleich bewältigen kannst. Zum Beispiel, einen Blog-Artikel zu schreiben. Das gibt dir dann die Inspiration, die Energie und die Motivation, die größeren Aufgaben anzugehen und quasi in einem Schwall zu erledigen.

Wenn du mehr über das „Do-Something“-Prinzip erfahren möchtest, lies es hier im Blog-Artikel von Mark Manson nach, oder beginne, sein Buch zu lesen.

Das war kurz und hoffentlich sinnvoll,

bis zum nächsten Mal,

Robert

PS: Thanks to Hutomo Abrianto from Indonesia for that amazing title picture – find him on Unsplash

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