Unser neues Baby, Project 51, ging Anfang Juni online und seitdem veröffentlichen wir jede Woche eine neue Kurzdoku. Jeder Monat hat ein bestimmtes Thema, das wir in den einzelnen Wochen von möglichst vielen verschiedenen Sichtweisen betrachten wollen. An dieser Stelle möchte ich mich einerseits für die vielen lieben und konstruktiven Nachrichten sowie für die Ideen und Tipps bedanken, die ich im letzten Monat bekommen habe. Andererseits möchte ich mich dafür entschuldigen, wie unendlich oft ich das Thema Project 51 anbringen wollte. :-)

Dieses Projekt schupfe ich natürlich nicht allein und auch nicht erst seit Juni. Die Planung läuft seit Anfang dieses Jahres auf Hochtouren und wurde im Zuge dessen auch zweimal verschoben, um ein besseres Ergebnis erzielen zu können. Gemeinsam mit Emil und Danny haben wir eine Roadmap bis zum Juni 2020 gemacht, in der wir von Thema zu Thema reisen werden.

Im Juni haben wir die Start-Up-Kultur in Österreich behandelt und der Juli dreht sich um autodidaktisches Lernen. Jetzt ist also ein super Zeitpunkt, um sich hier damit zu beschäftigen, was wir vom Start von Project 51 gelernt haben.

An dieser Stelle sei gesagt: Project 51 ist quasi freiwilliges Engagement, das heißt wir arbeiten hier aus eigener Brieftasche. Wenn du also begeistert von unserem Content bist, würden wir uns irrsinnig darüber freuen, wenn du uns auf Patreon unterstützt. Dort kannst du quasi ein „Premium-Abo“ für Project 51 abschließen und etwa die vollständigen Interviews, die wir führen, ansehen!

Theoretischer Zeitplan vs. realer Zeitplan

Unsere Zeitplanung ist eigentlich sehr solide: Zwei Monate, bevor ein Themencluster online geht, wird das Konzept erstellt. Am Ende des Monats werden Anfragen rausgeschickt, damit wir ein Monat vor Start des Clusters die Interviews produzieren können. Dann wird am Ende dieses Monats geschnitten und wir können uns in aller Ruhe um die nächste Konzeption, Produktion und Veröffentlichung kümmern.

In der Praxis ergeben sich aber drei Probleme:

Erstens: Wir haben auch noch andere Aufträge in unserer Filmproduktion und die haben oft eine höhere Priorität oder Dringlichkeit. Da fehlen dann gut und gerne mal zwei Wochen, wo wir non-stop für ein anderes Projekt unterwegs sind und das hat unseren Zeitplan bereits mehrmals ordentlich durcheinandergewirbelt.

Zweitens: Wir sind noch nicht zu 100 Prozent auf diesen Produktionsplan eingespielt. Soll heißen: Wir sind noch zu spät dran. Das verwundert zwar nicht, aber wir sind (sehr) aktiv dran, dabei nachzubessern!

Drittens: Manchmal ist ein Monat Vorlaufzeit für eineN InterviewpartnerIn einfach zu wenig. Bei einigen Personen konnten wir einfach nicht rechtzeitig einen Termin finden, sodass wir unseren Produktionsplan einhalten hätten konnten. Deshalb fragen wir bereits jetzt für Themencluster an, die noch weit in der Zukunft liegen. (Was die Herausforderung von Punkt zwei nicht einfacher macht)

Nonfiktionales Storytelling

Ich bin ein großer Fan von ordentlichem Storytelling und versuche, bei jeder Auftragsproduktion eine saubere und spannende Geschichte zu entwickeln. Bei Project 51 lege ich genauso viel Wert auf einen g’scheiden Interviewleitfaden, der darauf ausgelegt ist, nach Möglichkeit eine zusammenhängende Geschichte zu bilden.

Die Herausforderung bei nonfiktionalen Formaten wie unserem – sprich Dokus – ist, dass man selten genau vorhersehen kann, was einem die InterviewpartnerInnen auf die verschiedenen Fragen antworten werden. Und ehe man’s sich versieht, sitzt man sehr lange Zeit im Schnittraum und versucht, die verschiedenen Handlungsstränge – die einzeln ja total großartig und sinnvoll sind – zu einem großen Ganzen zu verbinden. Dieses Bild von mir am Schnittplatz ist übrigens in unserem fünften Teil der „Start-Up-Kultur“ zu sehen. ;-)

Damit wir die Geschichten, die unsere InterviewpartnerInnen erzählen, noch spannender und aussagekräftiger darstellen können, arbeiten wir mittlerweile unsere Konzepte noch sorgfältiger, aber gleichzeitig offener aus. Außerdem nehme ich mich selbst bei der Nase und versuche, die Interviews aufmerksamer und aktiver zu führen, ohne Einfluss auf die Antworten zu nehmen. Ab jetzt kommen jeden Mittwoch die Interviews in voller Länge für unsere Unterstützer auf Patreon. Dort wird auffallen, dass die Interviews mehr zu einem tatsächlichen Gespräch werden und wir unter Anderem tiefer in das jeweilige Thema eintauchen.

Am Ende sind wir aber trotzdem erst im zweiten Themencluster angelangt. Das heißt für uns, dass wir noch sehr viel Zeit in Project 51 investieren werden. Aber auch, dass wir viel Zeit haben, um unsere Learnings in die Tat umzusetzen und sowohl uns als auch unsere Filme zu verbessern.

Und mit diesen überaus inspirierenden Worten möchte ich mich hier verabschieden und gleichzeitig nochmal schamlos auf >>> Project 51 <<< verweisen. ;-)

Bis zum nächsten Mal,

Robert

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